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Schuld

Schuld ist ein Thema, das in Familienaufstellungen immer wieder Thema ist, ich schätze bei jeder zweiten Aufstellung. Oft geht es nicht um eigene Schuld, sondern um übernommene Schuld-Glaubens-Sätze aus vorherigen Generationen. Dabei ist der Schuld eigen, dass sie auch vorbei sein darf und muss. Wenn man an ihr festhält – bewusst oder unbewusst – hat das ungute Folgen für das gesamte System.

Wir sehen das oft auch bei ehemaligen Kriegsteilnehmern, die sich schuldig an ihren Kameraden fühlen, weil sie lebend davongekommen sind, während viele getötet wurden. Vor diesem Zusammehang beobachten wir oft, dass die Überlebenden ihr Leben nicht mehr ganz nehmen können oder wollen, weil sie denken, dass sie es nicht verdient haben. Ähnliche Dynamiken erleben wir auch bei Verkehrsunfällen, Abgängen von Zwillingsgeschwistern, Selbstmord und ähnlichem.

Schuld

Da wir in einer Beziehung immer vom Ausgleich leben, wiegt der Tod des einen schwer und macht Probleme, etwas auszugleichen. Es überlebt einer, während der andere stirbt. Der, der überlebt, kommt in einen Druck, sein Überleben bezahlen bzw. ausgleichen zu wollen. Was er nicht kann. Die einzige Möglichkeit in einem solchen Fall ist in der Arbeitshypothese der Familienaufstellung, dass er sein Überleben als Geschenk annimmt.

Persönliche Schuld

Persönliche Schuld wirkt dann kräftigend und als Quelle, wenn zu ihr gestanden wird. Im Neudeutschen nennt sich so etwas “Übernahme von Verantwortung” für das, was man selbst getan oder unterlassen hat. In dem Moment verfüge ich über Kraft zum Handeln und zum Leben. Wenn ich diese, meine Verantwortung, leugne, dann entzieht es mir die Kraft, ich fühle mich schuldig und schwach. Schwach deshalb, weil ich etwas außerhalb von mir die Verantwortung zuweise, mich zum Spielball mache. Und Spielbälle waren noch nie kräftig.

Und – sofern ich Kinder habe, findet sich sicherlich jemand in der Familie, der statt mir veruscht, diese Schuld und die Folgen zu übernehmen. Dies wirkt sich nachteilig auf das gesamte System aus.

Impulsfragen wären in einem solchen Fall:

  • Wer hätte sich denn schuldig fühlen müssen?
  • Wer ist noch schwach in der Familie?

Eine Beobachtung hier ist aus vielen Familienaufstellungen zeigt ein glückliches Lächeln bei denen im Gesicht, die für andere Schuld oder Verantwortung tragen aus Loyalität. Vielleicht auch ein Indiz neben den Impulsfragen zu dieser Thematik.

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