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Systemaufstellungen versprechen einen schnellen Überblick über das, worum es bei Ihrem Thema geht

Jeder Mensch ist in verschiedene und oft sehr komplexe Systeme eingebunden. Diese Systeme können Familien, Freunde, private und berufliche Themas, Unternehmen und ganze Länder oder Kontinente sein. Und da, wo es Systeme gibt, kann es auch zu Unstimmigkeiten und Missverständnissen kommen. Manchmal auch deshalb, weil verschiedene Systemmitglieder verschiedene Bilder und Blickwinkel haben, die aber aktuell nicht zusammenpassen.

Eine Systemaufstellung gibt einen guten und meistens sehr schnellen Blick auf das, was Sie gerade beschäftigt. Es ist dann manchmal wie im Kino, in dem der eigene Lebensfilm läuft, man sozusagen „live“ dabei aber dennoch nicht mit Haut und Haaren involviert ist. Eine Systemaufstellung kann einen guten Abstand schaffen, der es einem wieder erlaubt durchzuatmen und vielleicht einen neuen Blickwinkel auf das Geschehen einzunehmen: Die inneren Bilder bekommen genügend Raum, ohne dass man mitten und manchmal sehr qualvoll im eigenen Film sitzt. Und durch den Einsatz von zum Beispiel neutralen Stellvertretern oder Repräsentanten erhalten Sie zudem wichtiges Feedback zum inneren Zustand eines Systems.

Methode des Systemstellens: Und wie geht das konkret?

Sie haben ein Thema. Egal ob das schon klar oder noch diffus ist. Und dann müssen Sie sich entscheiden – wollen Sie eine Systemaufstellung in der Gruppe haben oder in der Einzelsitzung. Beides ist gleich wirksam und ich kann Ihnen hier nur einen Tipp geben: Verlassen Sie sich auf Ihr aktuelles Bauchgefühl: Fühle ich mich mit meinem Thema in einer Gruppe fremder Gleichgesinnter wohler oder brauche ich den geschützten Raum einer Zweierkonstellation?

Diese Entscheidung war schon einmal die größte Hürde. Danach unterhalten Sie sich mit dem Aufstellungsleiter. Er wird Fragen stellen und meistens so lange nachfragen, bis ihm und Ihnen klar ist, um was es denn wirklich geht. Das ist deshalb wichtig, damit Sie auch von vorneherein genau wissen, worauf es Ihnen bei dieser Systemaufstellung ankommt, welches Ziel Sie damit haben und auch wissen, wann für Sie das Ergebnis befriedigend war. Dies nach dem Motto „Woran genau würden Sie merken, dass Sie Ihr Ziel erreicht haben?“. Ein guter Aufstellungsleiter hilft Ihnen schon bei Ihrer Anmeldung zu einer Einzel- oder Gruppenaufstellung mit einem Fragebogen auf die richtige Spur zu kommen.

Stellvertreter agieren für Sie und Ihr Thema.

Wenn Ihr Thema für die Systemaufstellung so präzisiert ist, dann können Sie – vorausgesetzt es ist eine Gruppenaufstellung – die Stellvertreter nach Ihrem inneren Bild im Raum so aufstellen, wie das für Sie gerade stimmig ist. Oder Sie überlassen es den Stellvertretern alleine, welche Position diese gerne einnehmen wollen. Oder die Stellvertreter dürfen sich gleich nach dem Startbild selbst bewegen. Auch das legen Sie zusammen mit dem Aufstellungsleiter fest. Sofern Sie mit einer Einzelaufstellung arbeiten, können statt Stellvertreter auch Kissen und sogar Holz- oder Playmobilfiguren sehr gute Dienste erweisen.

Die Stellvertreter nehmen dann die Gedanken, Empfindungen, Emotionen, Bedürfnisse und Körpersensationen derjenigen wahr, für die sie in den Raum gestellt werden. Wahrnehmungen können dabei unerwartete Gedanken oder Empfindungen/Gefühle, aber auch Körpersensationen sein, die zu der jeweiligen Situation passen oder nicht. Der Aufstellungsleiter fragt genau diese Punkte bei den Stellvertretern ab und erhält so ein gutes Bild und meistens auch neue Ideen für eine Art Probehandeln, so dass am Ende einer Systemaufstellung möglichst jeder auf einem derzeit maximal möglichen guten Platz steht. Auch die Möglichkeit, dass sich der Aufstellende selbst in das Bild stellt, ist jederzeit gegeben und kann auch – nach Absprache mit dem Aufstellungsleiter – vollzogen werden.

Allen verschiedenen Möglichkeiten der Herangehensweise an eine Systemaufstellung ist gemeinsam, dass Sie bisher Bekanntes so aus einer neuen Perspektive heraus erleben. Bereits das Miterleben von außen und das spätere eventuelle Hineingestellt werden in die eigene Systemaufstellungen stößt eigene Prozesse an und erlaubt, sich mit ungelösten inneren Aspekten auseinander zu setzen.

Methode des Systemstellens: Welche Aufstellungsformen gibt es denn?

Innerhalb der meisten Aufstellungsformen – ich nehme mal die Methode der systemischen Strukturaufstellung als Sonderform heraus – gibt es generell die Möglichkeit eine offene Systemaufstellung. Eine offene Systemaufstellung ist, wenn Sie vor der Gruppe und damit vor den potentiellen Stellvertretern Ihr Thema erzählen, so dass Ihre Fragestellung für alle bekannt ist. Auch wissen die Stellvertreter hier, für wen oder was sie in den Raum gestellt wurden.

methode

Bei einer halbverdeckten Aufstellung kennen alle Beteiligten das Thema und die Fakten, die Stellvertreter selbst wissen aber nicht, für was und wen sie stehen. Und bei einer verdeckten Aufstellung kennen die Stellvertreter weder das Thema noch für was sie stehen. Vor allem bei heiklen Themen, die mit Scham verbunden sind und bei der Methode der Organisationsaufstellung wird gerne mit dieser verdeckten Form einer Systemaufstellung gearbeitet, um für den Fragestellenden den maximalen Schutz zu gewähren.

Und für wen eignen sich Systemaufstellungen konkret?

die Methode der Systemaufstellungen sind für Menschen geeignet, die ihre Situation in beliebigen Systemen, z.B. Herkunftsfamilie (Eltern, Großeltern), aktuelle Partnerschaft, Beruf mal auf eine andere Art und Weise beleuchten möchten. Als Anlass für eine Systemaufstellung kann auch ein immer wiederkehrendes Phänomen wie Glaubenssätze, die eigene Gesundheit oder ein immer wiederkehrender Mangel an Erfolg  sein.

Eine Systemaufstellung kann Ihnen dabei helfen, sich von belastenden Gefühlen oder Verhaltensweisen zu lösen oder festgefahrene Lebensumstände zu ändern. Wobei die Änderung dann letztendlich von Ihnen herbeigeführt werden muss. Die Systemaufstellung kann nur Impulse geben, den Weg gehen müssen Sie auf Ihren eigenen Füßen. Und wenn Ihnen jemand durch eine Systemaufstellung eine Lösung verspricht – suchen Sie sich einen anderen Kollegen. Systemaufstellungen produzieren keine wie auch immer gearteten Lösungen, sie können nur wertvolle Hinweise darauf geben. Und wie gesagt – Ihren Lebensweg müssen Sie selbst gehen!

Auch für die Stellvertreter und die Beobachter hat die Methode der Systemaufstellung einen hohen Nutzwert. So können diese sich der Methode der Systemaufstellung annähern, ohne gleich ein eigenes Thema aufstellen zu müssen. Zudem erhöht gerade die Stellvertreterrolle das eigene Einfühlungsvermögen und die eigene Wahrnehmungsfähigkeit um ein Vielfaches. Und da man selbst viele der fremden und dort aufgestellten Problemfelder auch aus dem eigenen Erleben kennt, bekommt man durch diese Systemaufstellungen auch etwas mehr Gelassenheit für das eigene Leben. Ich selbst war viele Jahre lang sehr intensiv als Stellvertreter bei verschiedenen Systemaufstellungen dabei und kann gerade die Stellvertreter-Rolle jedem nur empfehlen. Eine Art Auszeit aus dem Alltag mit einem sehr starken Bezug zum eigenen Alltag. Was will man mehr?

Eine Systemaufstellung und das war es?

Meine Erfahrung in vielen Beratungen und Coachings ist die, dass die oftmals “enge Fokussierung auf ein Problem” mit Hilfe einer erweiterten Sicht auf das das Problem umgebende System zu erweitern und dadurch zu neuen Lösungen zu gelangen. Und dazu eignen sich die Systemaufstellungen absolut. Aber wie schon an anderer Stelle geschrieben: Je nach Problemlage wird eine Systemaufstellung für die Lösung nicht reichen. Versierte Aufstellungsleiter bieten deshalb immer die Möglichkeit an, dass nach der Systemaufstellung auch in Einzelarbeit oder Coaching am Thema weiter gearbeitet werden kann. Damit der erste Schritt – die Systemaufstellung – zu einem kleinen, gangbaren und erfolgreichen Lebensweg wird.

Genauso selbstverständlich wie eine nachträgliche und weitergehende Begleitung durch ein Coaching und/oder Einzelarbeit sollte auch die Möglichkeit sein, sich nach der Systemaufstellung mit Fragen per Telefon und/oder Mail sich noch an den Aufstellungsleiter wenden zu können. Dies wirkt dem Gefühl des Alleingelassen Seins entgegen, das sonst sehr oft aufkommt, wenn man dabei ist, nach einer Systemaufstellung seine ersten Schritte zu tun.

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