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Zugehörigkeit

Zugehörigkeit ist ein weiterer Begriff, der immer wieder in Familienaufstellungen vorkommt. Doch was ist damit eigentlich gemeint? Jeder in einem System gehört dazu. Und das ist dann egal, ob er noch lebt oder ob er schon tot ist, ob er böse war oder gut, ob er präsent ist oder zeitlebens verschwiegen wurde. Das Sippengewissen macht hier keinen Unterschied. Eine Dynamik, die daraus entsteht und auf die die Arbeitshypothese der Familienaufstellung basiert, ist die, dass das Sippengewissen immer nach einem Ausgleich trachtet.

Zugehörigkeit

Wenn jemand verschwiegen wurde, übernimmt meistens ein Spätergeborener unwissentlich dessen Schicksal. Wenn jemand ausgeschlossen wurde – dann schließt sich ein später Geborener meistens aus der Gemeinschaft aus. Wobei die Zugehörigkeit genauso wie die Bindung eine starke Triebfeder innerhalb jeder Gemeinschaft sind: Das ist durchaus sehr archaisch, denn damals waren einzelne Menschen nicht überlebensfähig. Erst mit beginnender Industrialisierung änderte sich das, die Sippe wurde nicht mehr so wichtig – Menschen konnten auch alleine überleben.

Und dennoch ist die Bindung und Zugehörigkeit zu unserer Sippe beziehungsweise Herkunftsfamilie immer noch ein wichtiger und bestimmender Faktor in unserem Leben.

Zugehörigkeit: Die Lösung

Eine Lösung, wenn es um das Thema Zugehörigkeit in Familienaufstellungen geht, ist dass man die Ausgeklammerten anerkennt und würdigt. In einem System besteht sowohl das gleiche Recht für Zugehorigkeit als auch der Ausgleich für die Verweigerung. Es gibt dabei eine Ausnahme: Wenn jemand innerhalb des Systems einen anderen umbringt oder schwere Verbrechen gegen andere begangen hat, dann muss er gehen oder ausgeschlossen werden. Sonst kann es sein, dass sich als Sühne ein anderer stattdessen ausschließt.

Vielleicht errichten Sie sich eine Art Hausaltar, auf dem alle sein dürfen – wenigstens als Bild – die dazu gehören. Auch diejenigen, die sie nicht mögen, oder die offiziell verschwiegen werden, weil sie nicht in die Norm ihrer Familien gepasst haben oder passen. So, dass Sie Ihre ganze Familie jeden Tag im Blick haben. Einfach so, ohne besonderen Fokus und ohne gesteigerte Aufmerksamkeit darauf.

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