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Geben und Nehmen

In jeder Beziehung hängt deren Fortbestand von einem ausgeglichenen Geben und Nehmen ab, der allerdings nur unter Ebenbürtigen möglich ist (Zwischen Eltern und Kinder ist ein Ausgleich nicht möglich – die Eltern geben, die Kinder nehmen). Eine Beziehung wächst an dem Umsatz an Geben und Nehmen. Je größer der Umsatz wird, desto tiefer wird auch die Beziehung und die Bindung.

Geben und Nehmen

Es gibt aber auch Menschen, die sich weigern, etwas zu nehmen. Sie bewahren sich dadurch ihre Unschuld, weil sie zu nichts verpflichtet sind, wenn sie nichts nehmen. Das Motto hier lautet: “Lieber sollst Du Dich verpflichtet fühlen als ich”. Wenn jemand dem anderen nichts zurückgeben darf oder kann, wird er böse, weil der Ausgleich fehlt. In einer Beziehung erleben wir es dann oft, dass derjenige, der nicht zurückgeben kann oder darf, aus der Beziehung geht. Sollte allerdings dieses Zurückgeben nicht mehr möglich sein – etwa weil der andere tot ist – ist es eine schöne und entlastende Geste, wenn das Empfangene weitergebeben wird. Auch ein tiefes “Dankeschön” ist ein Annehmen in tiefer Freude und Liebe und eine Würdigung des Empfangenen und des Gebers.

Geben und Nehmen: Ausgleich in der Beziehung

Wenn jemandem in einer Beziehung etwas getan wird und der Ausgleich ist ebenso groß, dann ist die Beziehung meistens zu Ende. Um die Beziehung aufrecht zu erhalten, ist es meistens sinnvoll, im Schlimmen etwas weniger und im Guten etwas mehr zurück zu geben, So bleibt die Beziehung intakt und wächst beständig.

Wenn jemand einem anderen etwas angetan hat, dann soll das Opfer sein Recht einfprdern, so dass ein Ausgleich zustande kommen kann. Damit wird der Schuld ein Ende gesetzt und das Leben kann wieder weiter gehen. Wird dies nicht gemacht, grollt das Opfer meistens für sehr lange Zeit dem Täter und hält damit eine Beziehung aufrecht, die beiden nicht gut tut. Genauso wirkt auch ein schnelles Verzeihen als Ersatz für eine fällige Auseinandersetzung mit dem Täter. Statt sich dem Konflikt zu stellen, wird er durch die schnelle und manchmal vorschnelle Verzeihung zugedeckt. Dieser Umstand kann zur Verwirrung eines Systems führen, genauso wie wenn jemand für die Schuld eines anderen als Ausgleich sühnt.

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