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Repräsentant sein

Repräsentant sein: Wenn Sie als Repräsentant oder Stellvertreter gewählt wurden und die Rolle auch annehmen (es dürfen selbstverständlich auch Rollen abgelehnt werden, keiner darf während einer Aufstellung gezwungen werden, was er nicht möchte), werden Sie entweder vom Aufstellungsleiter oder von demjenigen, der sein Thema aufstellen möchte, an Ihren Platz gestellt, Sie können Repräsentant sein. Dies geht so, dass derjenige, der Sie an Ihren Platz stellt, meistens hinter Sie tritt, leicht an den Schultern berührt und dann sanft dahin schiebt, wo er meint, dass es Ihr Platz ist.

Bei manchen Aufstellungen allerdings bleibt es Ihnen überlassen, den für Sie guten Platz zu suchen, Sie bewegen sich dann frei im Raum.

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Lösungsorientierte Familienaufstellungen in Schondorf bei München

Repräsentant sein: Was muss ich als Repräsentant können?

Im ureigentlichen Sinne müssen Sie nichts können. Sie stellen sich für eine Rolle zur Verfügung und berichten dann, was in Ihnen während dieser Aufstellung vor sich geht. Das können

  • Unerwartete Gedankengänge und Ideen in Bezug auf das aufgestellte System
  • Emotionen von Ärger, Erleichterung, Unruhe, Erwartungen, Last bzw. Bürde
  • Veränderungen im Körperempfinden (Wärme, Kälte, Schwere in den Gliedmaßen …)
  • Empfindungen von Zugehörigkeit, Distanz, Nähe zu anderen Vertretern im System
    plötzliche Impulse, die Position im System räumlich verändern zu wollen

sein. Oder – Sie können auch gar nichts an sich bemerken. Auch das kann Teil der Rolle sein. Ebenso kann Teil der Rolle sein, dass sie sehr viel spüren, oder eben auch nur ganz leichte Ereignisse in sich bemerken. Wichtig ist nur, dass Sie das, was Sie in und außer sich bemerken, auch mitteilen.

Jedoch wird an die Vertreter keine Erwartung herangetragen, in irgend einer Weise eine Ergebnis oder eine Leistung zu erbringen oder zwangsläufig eine Wahrnehmungsveränderung zu verspüren und so kommt es durchaus auch vor, dass einzelne Vertreter eine Rolle erhalten haben, die eine sogenannte schwache Dynamik aufweist, bei der der Vertreter kaum eine oder gar keine Wahrnehmungsveränderung erfährt – während andere Vertreter der gleichen Aufstellung überaus deutliche Wahrnehmungsveränderungen verspüren können.

Der Aufstellungsleiter kann zur Erarbeitung eines sog. Lösungsbildes die Position der Vertreter auch verändern und Sätze vorgeben und dabei die Wirkung dieser Interventionen auf das aufgestellte System erkunden. Ein Lösungsbild ist, nach erfolgter Prozessarbeit, z. B. dann gefunden, wenn jeder der Systemteilnehmer frei von systembelastenden Symptomen ist, einen kraftvollen Platz im System gefunden hat und die Systemteilnehmer in sinnvoller d. h. konstruktiver Weise miteinander kommunizieren bzw. wechselwirken.

Repräsentant sein: Woher kommt das Wissen als Stellvertreter?

Es gibt verschiedene Ansätze, die seit Jahren versuchen, dies zu erklären, zu beweisen oder zu beschreiben. Alle bisherigen Ansätze sind selbst bisher weder wissenschaftlich bewiesen noch reproduzierbar. Deshalb ist es am Einfachsten – so schwer es manchmal fällt – es einfach so hinzunehmen, dass es funktioniert und dass Sie als Repräsentant einfach in diese Rolle schlüpfen und aus dieser Rolle heraus wahrnehmen.

Repräsentant sein: Kann ich etwas aus der Rolle mitnehmen

Zu jedem Repräsentant sein gehört es, nach Ende der Familienaufstellung, auch wieder aus seiner Rolle herauszuschlüpfen und in seine eigene Lebens-Rolle zurückzukehren. Um dies zu erleichtern gibt es verschiedene Methoden:

  • Kräftig mit den Füßen aufstampfen
  • Sich selbst an Armen und Beinen abzuklopfen
  • Die Hände und vielleicht auch das Gesicht mit kaltem Wasser waschen
  • Sich auf die Augenfarbe seines Gegenübers zu konzentrieren
  • Sich daran zu erinnern, welcher aktuelle Tag gerade ist und wie spät es ist
  • Etwas Wasser trinken und oder etwas zu essen

Nach einem Aufstellungstag hat es sich bewährt, wenn man heiß duscht, vielleicht mit einer salzhaltigen Duschlotion und neue Kleidung anzieht. Auch ein Glas Rotwein schadet nicht. Genauso wenig, wie ein kleiner Spaziergang oder ein anregendes Gespräch. Was meistens nicht so gut tut sind große Menschenansammlungen und laute Geräusche nach einem Tag voll mit Aufstellungen.

Sollten Sie trotz dieser Maßnahmen nicht aus einer Rolle herauskommen, bitten Sie bitte unverzüglich den Aufstellungsleiter, Ihnen dabei zu helfen.

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