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Mann und Frau

Die beiden Geschlechter lernen sehr viel über ihr eigenes Geschlecht und Geschlechterverhalten beim gleichgeschlechtlichen Elternteil; allerdings auch sehr viel über das gegengeschlechtliche Elternteil. Wie spricht zum Beispiel die Mutter über den Vater, wie behandelt sie ihn, welches Männerbild hat sie sind Fragen, die sich ein Junge und ein Mädchen unweigerlich aus dem Verhalten der Mutter beantworten und sich so “ein Bild machen”. Und wie behandelt der Vater die Mutter, wie benimmt er sich – auch daraus ziehen die Kinder ihre Informationen zu den jeweiligen Geschlechterrollen.

Die Mutter vermittelt dem Kind also das Weibliche. Auch den Jungen. Aber irgendwann muss er sich dem Vater annähern, um das Männliche zu lernen. Tut er das nicht, fehlen ihm später wesentliche Teile seiner Persönlichkeit und Geschlechtsidentität.

Und die Kinder spüren auch ein gewissen Benutztwerden durch die Eltern. Und in den Familienaufstellungen bemerken wir sehr oft, dass ein Kind, das eine besondere Nähe zum gegengeschlechtlichen Elternteil hatte, später einen sehr großen Zorn auf dieses Geschlecht hat. Eben, weil es benutzt wurde und dies unbewusst generalisiert auf das Geschlecht überträgt.

Mann und Frau: Machtspiele

Nach meiner Erfahrung finden Machtspiele zwischen Mann und Frau dann statt, wenn der Partner wie ein Elternteil erlebt wird oder versucht wird, den Partner in ebendiese Rolle zu pressen. Viele Partnerschaften beginnen auch damit, dass man jemanden sucht, der einem endlich das gibt, was man sich schon immer gewünscht hat oder von dem man glaubt, dass es einem fehlt. Dies belebt – im Falle des Findens – dann natürlich eine Art von Bedürftigkeit, die einen wieder in einen kindlichen Zustand gegenüber dem Partner zurückversetzt.

Mann und Frau

Dasselbe gilt auch für das Begehren in der Partnerschaft. Derjenige der begehrt oder wünscht, ist automatisch in der schwächeren Position, weil der andere ihn zurückweisen kann. Der, der zurückweisen kann, geht ein geringes Risiko ein. Damit eine solche Partnerschaft gelingen kann, muss dieses Risiko des Zurückgewiesenseins geteilt sein.

Mann und Frau vs. Elternschaft

Oft werden hier die Ebenen verwechselt. Meistens ist das Thema Mann und Frau (Partnerschaft) älter als das Thema Elternschaft. Und auch innerhalb einer guten Elternschaft sollten sich beide Teile genügend Zeit für sich, als Mann und Frau nehmen. Und manchmal geht das Thema Mann und Frau und somit die Partnerschaft auseinander, während die Elternschaft in Sorge um das Kind/die Kinder lebenslang bestehen bleiben. In der Theorie der Familienaufstellung kann niemand der Elternschaft “entkommen”, der Kinder hat, egal, was aus der Partnerschaft geworden ist.

Damit die Partnerschaft gelingt bedarf es für jeden Teil genügend Zeit für sich und seiner Geschlechterrolle – der Mann geht also zu den Männern, die Frau zu den Frauen und damit getrennte Wege, um wieder zusammen zu kommen.

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