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Metaphern

Metaphern (griechisch „Übertragung“, von metà phérein „anderswohin tragen“) sind eine rhetorische Figur, bei der ein Wort nicht in seiner wörtlichen, sondern in einer übertragenen Bedeutung gebraucht wird, und zwar so, dass zwischen der wörtlich bezeichneten Sache und der übertragen gemeinten eine Beziehung der Ähnlichkeit besteht.

Metaphern als therapeutische Intervention

Sie gehört in der Rhetorik zu den Tropen, den Arten uneigentlicher Bezeichnung, und unterscheidet sich von anderen Tropen dadurch, dass die Beziehung zwischen dem wörtlich Gesagten und dem übertragen Gemeinten speziell eine Beziehung der Ähnlichkeit ist und nicht oder nicht in erster Linie zum Beispiel eine Beziehung der Nachbarschaft oder Kontiguität (Metonymie), zwischen “Besonderem und Allgemeinen” (Synekdoche), oder der “Kontrarietät” (Ironie).

Metaphern

Metaphern werden vorwiegend aus den folgenden Gründen gebraucht:

  • Weil für die gemeinte Sache kein eigenes Wort existiert. Beispiel: „Stuhlbein“ (siehe auch Katachrese).
  • Weil ein existierendes Wort oder die bezeichnete Sache als anstößig gilt oder negativ bewertet wird und deshalb durch einen unverfänglicheren Ausdruck umschrieben werden soll. Beispiel: „von uns gehen“ für „sterben“ (siehe auch Euphemismus).
  • Weil ein abstrakter Begriff durch einen anschaulicheren Sachverhalt versinnfälligt werden soll. Beispiel: „Zahn der Zeit“.
  • Weil diejenige sachliche Eigenschaft, auf der die Ähnlichkeit beruht, besonders hervorgehoben werden soll. Beispiel: „der Löwe von Münster“ für Clemens-August von Galen zur Betonung seiner kämpferischen Haltung im NS-Widerstand.

Obwohl Metaphern dieser Art bereits in Umgangssprache und nicht-literarischer Sprache eine wichtige Rolle spielen, ist der Einsatz gesuchter, auffälliger, einprägsamer und manchmal auch absichtsvoll rätselhafter oder dunkler Metaphern ein besonderes Merkmal literarisch kunstvoller und poetischer Sprache, durch das diese sich vom normalen Sprachgebrauch abhebt.

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