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Beziehung, Eltern, mein Leben und so

Die meisten Aufstellungen landen irgendwann bei den eigenen Erzeugern, vulgo Eltern. Weil unsere Eltern der Ursprung unseres Lebens sind. Weil sie uns erziehen. Und gleichzeitig sehr viel über uns beibringen: Wie wir mit Nähe/Distanz, mit Kontakt/Nicht-Kontakt umgehen. Welche Selbstsicherheit und welchen Selbstwert wir an den Tag legen. Mit welchen Glaubenssätzen wir ausgestattet werden und was uns glücklich macht oder beschämt. Viel weiter, als zu den eigenen Eltern, müssen wir auch gar nicht gehen. In den allermeisten Fällen. Und – wir werden unsere Vergangenheit auch nicht ändern können. Wir können nur unser Verhalten heute als erwachsene Menschen verändern. Wenn wir es jedes Mal schnell genug mitbekommen, dass hier ein Vergangenheits-Tsunami über uns hinwegrauscht.

Die eigenen Begrenzungen kennenlernen, um lebendiger zu werden

Wenn ich mich und meine Eltern ins Bild stelle, dann sind wir meistens sehr schnell in der bekannten Dynamik drin. Es läuft dann so ab, wie wir es kennen. Ich kann nochmals von draußen auf genau die Dynamik draufschauen.  Dinge entlarven. Die Begrenzungen meiner Eltern erkennen – wie sie ihr Bestes in der Situation gegeben haben. Und es für mich doch nicht gereicht hat. Weil ich vielleicht in der Situation etwas anderes gebraucht hätte. Um durch diese Erkenntnis mit meiner Vergangenheit ein bisschen mehr abschließen zu können. Sie zu akzeptieren: Das ist meine Vergangenheit.

Mir vielleicht innerlich auf die Schulter zu klopfen: Ich habe es trotzdem geschafft. Bin erwachsen geworden, hab mein Leben in die Hand genommen. Und bin trotz widriger Umstände gewachsen. Gleichzeitig sehe ich auch meine Begrenzungen, die auf denen meiner Eltern fußen. Und kann mich entscheiden, diese zu erweitern. Jeden Tag etwas mehr Luft in meine Lungen reinzulassen. Immer mehr Dehnung und gleichzeitig Lebendingkeit aufzunehmen. Es anders zu machen, als meine Eltern es konnten. Dadurch freier und flexibler zu werden. Ohne Groll und Wut – ich sorge jetzt für mich selbst. Und bin dankbar, dass ich durch Euch ins Leben kommen durfte. Euren Job habt ihr mit Euren Mitteln gemacht. Jetzt bin ich es, der weitermacht. Mit voller Akzeptanz.

1 Kommentar

  1. stoll
    14. Dezember 2017 at 20:58

    Sehr schön ! Gruß Kai

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