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Wie viel Veränderung vertragen wir auf einmal?

“Wie viel Veränderung vertragen Menschen auf einen Schlag” war heute ein Gedanke, dem ich nachhing, als ich in Düsseldorf auf meinen Flieger nach München wartete. Klar, das Leben ist Veränderung. Wir können uns nicht nicht verändern, unsere Zellen treiben uns da schon sekündlich voran. Aber – wenn wir uns unsere Zellen wirklich genauer betrachten, dann stellen wir fest, dass diese Veränderung langsam, im Lebens-Fluss und organisch geschieht. Und dass wir uns minütlich, stündlich und täglich verändern. Wir können gar nicht anders, als uns zu verändern. Das Statische ist eine Illusion, von der wir uns schnellstmöglich verabschieden sollten.

Veränderungsarbeit braucht Zeit und Wiederholung

Jeder Schock, den die Zellen erleiden, tut ihnen nicht gut. Und genau zu demselben Schluss komme ich auch, wenn ich Veränderungsarbeit generell anschaue, ob das jetzt ein Einzelcoaching oder eine Familienaufstellung ist. Wir brauchen alle unser Tempo, um die Veränderung mit allen Zellen und Poren überhaupt erfassen und aushalten zu können. Ob uns das passt oder nicht, in einem Zeitalter des “Höher, Schneller, Weiter”.

Wenn eine solche Veränderung nicht in unserem Tempo passiert, dann gehen wir in einen Schockzustand – wir werden sehr schnell oder frieren ein, bekommen nichts mehr mit, kapieren nichts mehr – typischer Stress. Und deshalb freue ich mich in unseren Familienaufstellungen immer über die langsamen, kleinen Bewegungen hin zu etwas Neuem, die gleichzeitig aber die Kapazität unseres Nervensystems unmerklich erhöhen, so dass wir neue Dinge lernen. Und zwar nachhaltig: Eine neue Sichtweise auf uns und unsere Familie, neue Handlungsmöglichkeiten usw. Aus diesem Grund wird eine einzige Familienaufstellung auch nie eine 180 Grad-Wendung in Ihrem Leben bewirken, sie kann aber ein wertvoller und notwendiger erster Schritt in eine andere, für Sie angenehmere Richtung sein.

Nicht wie mit einer Blitzdiät, bei der der Jo-Jo-Effekt unbarmherzig zurück schlägt. Unseren Körper bekommen wir – gut so – nicht überlistet. Und vielleicht fragen Sie sich das nächste Mal, wenn etwas besonders schnell gehen soll – wovor Sie eigentlich weglaufen und nicht sehen wollen….

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