Familienaufstellung | Organisationsaufstellung | Systemaufstellung
Suche

Der persönliche Rückzug hat ungeheure Kraft

Der persönliche Rückzug hat ungeheure Kraft

Der persönliche Rückzug bedeutet für viele Menschen Aufgabe und Niederlage. Also ein Zustand, der für viele Menschen nicht akzeptabel ist – Aufgabe: Niemals. Stattdessen einfach weitermachen. Oft mit den Mitteln, mit dem man bisher versucht hat, die Herausforderung zu bewältigen. Und mehr oder minder gescheitert ist. Oft geht der Rückzug ja mit dem “bösen” stehenbleiben einher. Nicht mehr vorwärts preschen, sondern stehen zu bleiben. Und das mögen wir ja auch nicht so. Anerkennung gibt es dafür schon gar nicht.

Der persönliche Rückzug bedeutet für mich erst einmal, dass es so, wie es bisher war, nicht geklappt hat. Die Akzeptanz dessen, dass meine Bemühungen nicht von Erfolg gekrönt waren. Nicht mehr, nicht weniger. Und statt jetzt weiter zu machen, weiter zu kämpfen, erst einmal stehen zu bleiben. Vielleicht tief durch zu schnaufen. Oder (meine Variante) mir unsere Hunde zu schnappen und einen Spaziergang zu machen (Wald/“Natur statt Depression“). Und mich dadurch neu zu orientieren.

Rückzug ist ein Innehalten, um mit neuer Kraft weiter zu gehen

Orientieren deshalb, um zu sehen

  • Wo ich stehe
  • Was bisher nicht geklappt hat
  • Wie die Herausforderung vielleicht aus einer anderen Perspektive aussieht
  • Ob die andere Perspektive andere Handlungsoptionen hervorbringt

Und erst dann, nach einem kurzen oder längeren Rückzug weiter zu gehen. Und mir vielleicht Hilfe von außen zu holen. So ein Rückzug kann auch eine Systemaufstellung sein – ich nehme mir einen Tag für mich Zeit und stelle mich etwas, was mich umtreibt und das ich bisher mit meinen Bordmitteln nicht bewältigen konnte. Nehme vielleicht einen anderen Standpunkt ein, schau aus einer anderen Richtung auf das, was ich verändern möchte. Und genau das ist oft sehr wohltuend – nicht nur im eigenen Saft zu schmoren, immer wieder dieselben Dinge zu tun, sondern neue Wege zu betreten und zu schauen, ob für eine Schraube nicht ein Akkuschrauber sinnvoller ist, als der bisher gewohnte Hammer.

Keine Kommentare vorhanden

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind markiert *
Sie können diese HTML-Tags und Attribute <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong> nützen.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.