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Neugier als Aufstellungsthema

Neugier als Aufstellungsthema

Es gibt Anfragen nach Einzelaufstellungen bei denen das Thema Neugier ist. Neugier darauf, warum etwas passiert oder nicht. Oder warum sich andere Menschen so oder so entscheiden. Dagegen ist eigentlich nichts einzuwenden. Ich erlaube mir dann aber meistens zurück zu fragen, was sich denn im Leben des Fragestellenden ändert, wenn er seine Antworten bekommen hat. Und entscheide aus der Antwort heraus, ob ich das Aufstellungs-Thema so annehme. Aufstellungen an sich sind für mich ein Handwerkszeug, um Fragen zu klären, die für mich und mein Leben wichtig sind. Reine Neugier dagegen ist für das eigene Leben meistens nicht akut wichtig.

Neugier ist ein Bestandteil unseres Daseins

Das ist Fakt. Denn ohne Neugier lernen wir nichts dazu. Auf der anderen Seite gibt es aus dem Angelsächsischen den Satz “curiosity kills the cat”. Auch das ist etwas Wahres dran. Generell rate ich meinen Kunden, sich um die Themen zu kümmern, die aktuell das eigene Leben beeinträchtigen. Situationen und Aspekte, die sie zum Besseren verändern wollen. Und irgendetwas daran gerade hindert. Diese Stolpersteine herauszufinden, das sind für mich persönlich gute Aufstellungsthemen. Da herrscht eine gewisse Not (= Leidensdruck) und darin ein Veränderungswunsch. Veränderungswunsch und persönliche Not erzeugen Kraft und Willen.

Ohne diese Kraft, diesen Willen kann ich mich nicht verändern. Sind diese vorhanden, dann ist oft die Strategie der kleinen Schritte ein guter Weg. Groß denken, klein anfangen und Geschwindigkeit aufbauen. Und bei jedem Schritt, der geschafft ist, kurz stehen bleiben und dann den nächsten Schritt tun. Das erzeugt nachhaltige Veränderung in die Richtung, die ich mir für mich wünsche.

Reine Neugier – immer in meinen Augen – schwächt. Weil ich mich mit einem Thema beschäftige, für das weder Not noch Veränderungsdruck vorliegt. Ich kreise also um ein Thema, das nicht notwendig wäre. Und das raubt mir Zeit und Kraft. Also lieber solche Gedanken vorüberziehen lassen. Und schauen, welche Themen mich existentiell stören und behindern. Und genau diese angehen.

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