Organisationsaufstellung

Organisationsaufstellung – eine gute Möglichkeit, sich seiner Arbeitswelt ein Stückchen klarer zu werden

Die Organisationsaufstellung ist eine Form der so genannten Systemaufstellung. Ein System besteht aus Elementen, die zueinander in Beziehung stehen. Eine Organisation lässt sich als “Makrosystem” betrachten, das aus einzelnen Mitarbeitern besteht, die zueinander in Bezug stehen und die Organisation ausmachen und natürlich ihre eigene Familienhistorie mit in die Organisation miteinbringen. Neben diesen individuellen Themen gibt es aber auch Themen, die die gesamte Organisation betreffen: Übernahmen, Kündigungswellen, Produktneueinführungen, Auflösung von Abteilungen, Verlagerung von Produktionsstätten oder bei Familienunternehmen die Nachfolge auf die Firmengründer.

All diese Ereignisse können Organisationssysteme destabilisieren und den gewünschten Markterfolg vereiteln. Gerade in der heutigen Zeit, wenn Organisationen Menschen freisetzen, kann das zu traumatischen Erlebnissen sowohl bei den Entlassenen als auch bei denjenigen kommen, die im Unternehmen verbleiben. Die Folge ist meist, dass die Produktivität sinkt und das vorherrschende Thema die Angst und Verunsicherung ist.

Aus meiner Erfahrung heraus dreht sich oft sehr viel um die Organisation an sich und weniger um die Kunden oder die Interaktion zwischen Kunden und Produkten. In einer Organisationsaufstellung ist ein klares Anliegen oder eine klare Zielvorgabe für die Aufstellung  hilfreich, damit mögliche Unstimmigkeiten, fehlende Ressourcen, ungenügende Beachtung des Kunden oder Missachtung des Marktes etc. erkannt werden können.

Die komplexen Zusammenhänge und Wechselwirkungen werden mit Hilfe von Stellvertretern in räumlicher Anordnung aufgestellt. Das zwischenmenschliche System wird im momentane Ist- Zustand abgebildet. Anschließend wird mit verschiedenen Verfahren ein Lösungsbild erarbeitet.

Die Reaktionen der Stellvertreter in einer Organisationsaufstellung geben Hinweise auf Unstimmigkeiten und Imbalancen im System. Daraus werden die einzelnen Lösungsschritte gemeinsam entwickelt. Blockierte Kommunikationskanäle können geöffnet, verschüttete Ressourcen freigelegt und neue Sichtweisen für festgefahrene Situationen gebildet werden